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Treffpunkt Feuerwehr in Beutelsbach 2015

Feuerwehr selbst erleben

5 & 6. September 2015: Am Wochenende war es wieder so weit, bei bestem Wetter strömten zahlreiche Besucher auf das Fest der Freiwilligen Feuerwehr Weinstadt Abteilung Beutelsbach. Und da es bei solch einer Veranstaltung nicht nur um leckere Würstchen, kühle Getränke und das abwechslungsreiche Kinderprogramm geht, stand zum Auftakt auch eine interessante Schauübung auf dem Programm.

„Was tut die Feuerwehr eigentlich bei einem Verkehrsunfall und welche Geräte kommen zum Einsatz? Diese Frage wird immer wieder an uns herangetragen“, erklärt Abteilungskommandant Lutz Rühle. Deshalb stand ein solches Szenario auch im Mittelpunkt der Schauübung am Samstagnachmittag. Neun Feuerwehrleute aus Großheppach nahmen sich der Sache an und erklärten Schritt für Schritt an einem Schrottfahrzeug, was es alles zu tun und zu beachten gilt.

 Michael Ellwanger, stellvertretender Abteilungskommandant in Großheppach kommentierte gekonnt das Geschehen. Zunächst erkundet der Gruppenführer mit der blauen Weste, welche Lage vorliegt. Wie viele Verletzte gibt es? Wie geht es ihnen? Sind diese im Fahrzeug eingeschlossen oder sogar eingeklemmt? Läuft Benzin aus? Das sind nur einige der Fragen, die gleich in den ersten Momenten geklärt werden müssen. Daraufhin gibt er der Mannschaft den Einsatzbefehl. Hier zahlt sich die jahrelange Übung der Feuerwehrleute aus. Jeder weiß genau, was es zu tun gilt, welches Werkzeug und Gerät gebraucht wird und wie es einzusetzen ist.

Während zwei Feuerwehrleute zunächst einen Zugang zum Patienten schaffen, indem kurzerhand ein Fenster entfernt wird, bereiten die Übrigen schon einmal die große Schere und den Spreizer vor. Ein weiterer Feuerwehrmann steigt in den Unfallwagen und kümmert sich um den Patienten, schließlich steht dieser im Mittelpunkt von allem, wie der Moderator erklärt. „Die Feuerwehr geht immer in Absprache mit dem Rettungsdienst vor und entscheidet so, welches Vorgehen am besten geeignet ist“. Eine ständige Abwägung zwischen Geschwindigkeit und schonender Rettung.

Während also der eine den Patienten betreut, arbeiten zwei Einsatzkräfte bereits mit dem schweren Gerät an der Karosserie. Lautes Knirschen hallt über den Hof und schon sind die Säulen das Fahrzeugs durchtrennt und aus dem Kleinwagen wurde ein Cabrio. So kann der Patient nun auch schonend mithilfe eines orangenen Rettungsbretts langsam aus dem Fahrzeug gehoben und dem Rettungsdienst übergeben werden. Doch damit nicht genug. Damit die Zuschauer einmal selbst hautnah erleben können wie es ist, mit den großen Rettungsgeräten zu arbeiten, dürfen sie auch selbst Hand anlegen. Mit Helm, Jacke und Handschuhen ausgerüstet konnte man auch einmal gemeinsam mit den Feuerwehrleuten ein Stück des Schrottfahrzeugs abschneiden – wobei dabei die meiste Arbeit die mit mehreren Hundert Bar betriebene Schere macht, man selbst muss nur einen daumengroßen Knopf betätigen.

Neben der interessanten Schauübung erfreuten sich die zahlreichen Besucher am Wochenende übrigens auch an rockigen Klängen der „Combo Lagerfeuer“ und die Jüngeren am Kinderschminken und der Spielstraße der Jugendfeuerwehr.

Abteilungskommandant Lutz Rühle zeigte sich zufrieden mit dem diesjährigen Feuerwehrfest seiner Abteilung: „Ich freue mich sehr darüber was wir in diesem Jahr wieder gemeinsam auf die Beine gestellt haben und so die Feuerwehr für unsere Gäste erlebbar machen konnten. Aktive, Alterswehr, Jugendfeuerwehr und die Familienangehörigen der Feuerwehrleute haben sich wieder viel Mühe gegeben und vollen Einsatz gezeigt um das Fest zu gestalten.“

Ein etwas anderer Blickwinkel aus einem Unfallfahrzeug zeigt im Zeitraffer wie der Patient betreut und schließlich aus dem Fahrzeug befreit wird.
Ein etwas anderer Blickwinkel aus einem Unfallfahrzeug zeigt im Zeitraffer wie der Patient betreut und schließlich aus dem Fahrzeug befreit wird.