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Über 1 000 Meter Schlauch bis zum Feuer verlegt

Einsatzkräfte aus Beutelsbach und Schnait üben gemeinsam

2. April 2016: Wie bekommt man Wasser für einen Löscheinsatz zu einem Haus weitab von bebautem Gebiet? Dieser Frage stellten sich am vergangenen Wochenende die Abteilungen Beutelsbach und Schnait bei einer gemeinsamen Übung an einem landwirtschaftlichen Gebäude oberhalb des Beutelsbacher Schützenhauses.

Das Szenario der Übung: In einer großen Scheuer neben einem Wohnhaus in den Weinbergen ist ein Brand ausgebrochen und es sind mehrere Personen. Aus Beutelsbach fahren ein Mannschaftstransportwagen mit Führungskraft sowie zwei Löschgruppenfahrzeuge und die Drehleiter zum Einsatzobjekt. Alle Fahrzeuge zusammen haben 2200 Liter Wasser dabei und das ist für den ersten Moment auch wichtig, denn der nächste Hydrant ist in diesem Außengebiet weit entfernt.

Abteilung Schnait unterstützt mit besonderem Fahrzeug

Aus diesem Grund kam auch die Abteilung Schnait mit einem Tragkraftspritzenfahrzeug und einem Kleineinsatzfahrzeug hinzu. Letzteres hat eine Besonderheit, denn es führt rund 1 000 Meter Schlauch mit, die während der Fahrt verlegt werden können. Anhand eines Hydrantenplans wurde also entschieden, dass die Wasserentnahme nahe des Endersbacher Käppeles – ca. 700 m entfernt – erfolgt und von dort aus das Wasser zur Einsatzstelle gepumpt werden soll.

Mehr als 50 Schläuche bei Schrittgeschwindigkeit verlegt

Mit Schrittgeschwindigkeit legten die Feuerwehrleute des Kleineinsatzfahrzeugs über Feldwege mehr als 50 bereits zusammengekuppelte Schläuche geradewegs zum Übungsobjekt. Zwei Pumpen, eine am Hydrant und eine auf halber Wegstrecke, sorgten für die Beförderung des Wassers. Nach etwa 30 Minuten erreichten die Feuerwehrleute aus Schnait mit dem Schlauch das angenommene Brandobjekt und konnten so die Beutelsbacher Kräfte versorgen. Diese hatten parallel bereits mit ihrem Wasservorrat die Brandbekämpfung und Menschenrettung aufgenommen.

Übungsfazit: Abläufe und Koordination verbessert

„Auch wenn der Aufwand all die Schläuche wieder zu verstauen größer war als sie zu verlegen, hat sich die Übung gelohnt. In Weinstadt gibt es einige Gebäude die außerhalb liegen und zu denen im Ernstfall erst eine lange Schlauchleitung gelegt werden muss, um eine leistungsfähige Wasserversorgung für die Brandbekämpfung sicherzustellen. Das gemeinsame Üben verbessert die Abläufe und Koordination zwischen den Feuerwehrleuten“, erklärt Hartmut Sigle, stellvertretender Abteilungskommandant in Schnait. Der Beutelsbacher Abteilungskommandant Lutz Rühle ergänzt: „Bei einem realen Einsatz an dem Objekt würden neben Feuerwehrleuten aus Beutelsbach und Schnait auch noch weitere Einsatzkräfte mit Tanklöschfahrzeugen Wasser direkt zur Einsatzstelle bringen, um die Zeit bis die Schlauchleitung aufgebaut ist zu überbrücken.“ Je nach Brandintensität kann es nämlich sein, dass mehrere hundert wenn nicht sogar tausend Liter Wasser in der Minute auf die Flammen abgegeben werden.

Wasserförderung

Der Zugführer (grüne Weste) weist den Gruppenführer (blaue Weste) des Beutelsbacher Löschgruppenfahrzeugs in die Lage ein.

Wasserförderung

Die Pumpe des Tragkraftspritzenfahrzeugs befördert das Wasser vom Hydrant in die lange Schlauchleitung.

Wasserförderung

Mit dem Kleineinsatzfahrzeug wird der Schlauch verlegt.

Wasserförderung

Während das Kleineinsatzfahrzeug langsam fährt legen die Feuerwehrleute den Schlauch entlang eines Wegs aus.

Wasserförderung

Rund 1 000 Meter Schlauch sind ständig in dem Fahrzeug verladen.

Wasserförderung

Die auf einem Rollcontainer verladene Pumpe wird aufgestellt.

Wasserförderung

Mehr als 1 000 Meter Schlauch wurden bei der Übung zwischen Endersbacher und Beutelsbacher Gemarkung verlegt.