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Gefahrgutunfall erfolgreich simuliert

Besonders gefährliche Güter verlangen besondere Maßnahmen der Feuerwehr

15. Juli 2016: Die Rettung von verletzten Insassen bei einem Verkehrsunfall gehört für die Freiwillige Feuerwehr Weinstadt nach einigen Jahren voller Übungen und auch Einsätzen zum Standardrepertoire. Wenn ein verunfalltes Fahrzeug jedoch gefährliche Güter transportiert, dann gelten besondere Einsatzregeln für die Hilfskräfte. So übte die Abteilung Großheppach unter dem Stichwort "Gefahrguteinsatz" dieses Szenario.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte auf dem Hof einer Spedition zeichnete sich folgende Lage: Ein mit Gefahrguttafeln gekennzeichneter Kleintransporter ist mit einem Angänger zusammengestoßen, der Fahrer sitzt noch bewusstlos am Steuer. Der Motor läuft noch. Aus dem Heck des Fahrzeugs läuft eine Flüssigkeit heraus, welche sich zielstrebig ihren Weg in die nächstgelegende Kanalisation sucht. Neben dem Rinnsal liegt eine weitere bewussltose Person. Alle diese Informationen bringt Manfred Bauer, der Gruppenführer an diesem Übungsabend, zurück von seiner umgehend durchgeführten Erkundung der Lage. Jetzt heißt es kühlen Kopf bewahren und anhand von erlernten Standardeinsatzregeln und -Abläufen die vorliegenden Gefahren nach deren Priorität mit den zur Verfügung stehenden Mitteln und Einsatzkräften abarbeiten.

So werden zuerst die beiden Personen aus dem Gefahrenbereich gerettet und dem Rettungsdienst übergeben, während sich weitere Kräfte mit einem Chemikalienschutzanzug ausrüsten. Diese gehen im Anschluss zur Abdichtung der Leckage und zur Verhinderung einer Kontaminierung der Umwelt vor. Mittels chemikalienbeständigen Auffangwannen, Dichtkissen und einer mit Luftdruck angetriebenen Pumpe wird sichergestellt, dass der gefährliche Stoff sich nicht weiter Ausbreiten kann.

Nach getaner Arbeit können die Chemikalienschutzanzüge jedoch nicht einfach abgelegt werden, da hierdurch die Gefahr einer Kontamination der beiden sich darin befindlichen Feuerwehrangehörigen bestünde. Deshalb wird bereits im Vorfeld Platz zur Dekontamination eingerichtet, innerhalb welchen die beiden Einsatzkräfte von Kameraden fachmännisch entkleidet werden.

"Das ist alles ein recht großer Aufwand, jedoch gilt beim Gefahrguteinsatz das oberste Gebot der Eigensicherung aller beteiligter Einsatzkräfte sowie der Schutz von Mensch und Umwelt" lautet folglich das Fazit von Manfred Bauer an diesem Abend, nachdem die Übung erfolgreich beendet ist.

 

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