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Atemschutzlehrgang in Fellbach - Erlebnisse eines Teilnehmers

Nach der Grundausbildung kam nun der Atemschutzlehrgang

4. August 2016: Nachdem im letzten Jahr alle Teilnehmer die Grundausbildung erfolgreich absolviert hatten, ging es nun in diesem Jahr mit dem Atemschutzlehrgang in Fellbach weiter. In dieser Ausbildung wurde uns vermittelt wie der Umgang mit den Atemschutzgeräten funktioniert und diese im Ernstfall richtig angewendet werden.

Erfahrungsbericht eines Teilnehmers

Am ersten Abend lernten wir dabei alles Wichtige rund um den Atemschutz in der Theorie, welche in den darauffolgenden Tagen in der Praxis umgesetzt wurde. Hier wurden uns die wichtigsten Atemorgane und ihre Funktion beigebracht. Außerdem welche unterschiedliche Arten von Atemschutzgeräten es gibt und deren Funktionsweise. Ein weiteres wichtiges Thema waren die Atemgifte welche zum Beispiel bei einem Brand entstehen können und wie wir Feuerwehrleute uns dagegen schützen können. Genau aus diesem Grund werden bei der Feuerwehr umluftunabhängige Atemschutzgeräte eingesetzt, um circa 30 Minuten lang abgeschottet von der Außenwelt mit sauberer Luft versorgt zu werden.

„Atemanschluss aufsetzen, Nackenbänder festziehen, Schläfenbänder festziehen, ...“

Am nächsten ATeilnehmer beim aufsetzen eines Atemschutzgerätesbend ging es dann schon mit der Praxis weiter. Jeder von uns bekam eine Atemschutzmaske - genannt Atemanschluss - zugeteilt welche wir während des Lehrgangs verwendeten. Am Anfang ging es noch langsam los und wir setzten nur die Atemschutzmaske auf. Dabei werden wir wohl alle folgenden Satz unseres Ausbilders nicht so schnell wieder vergessen: „Atemanschluss aufsetzen, Nackenbänder festziehen, Schläfenbänder festziehen, bei Bedarf Stirnband festziehen, Maskendichtprobe.“ Genau nach diesem Prinzip wird jedes Mal die Atemschutzmaske aufgesetzt. Nach und nach wurde das Tempo und die Ausrüstung aber immer weiter erhöht. Am Ende des Tages waren wir bereits so weit gekommen, dass wir in voller Montur dastanden und nur noch das Atemschutzgerät selbst fehlte. Um einen ersten Eindruck des schwereren Atmens mit der Atemschutzmaske zu bekommen und wie sich dies unter Belastung anfühlt, befestigten wir uns anschließend noch Filter an die Masken. Danach starteten wir eine kleine Tour durch Fellbach.

Ein schöner Blick über Fellbach

An den folgenden Tagen wurde dabei immer das Tempo weiter erhöht und auch das Ausrüsten mit dem Atemschutzgerät geübt. Dabei galt es immer wieder verschiedene Übungen zu bewältigen, um uns an das Arbeiten unter Atemschutz zu gewöhnen. Wir liefen wieder durch Fellbach, allerdings folgte nach einigen Metern bereits ein Fahrradständer unter diesem wir abwechselnd oben drüber und dann drunter durch mussten. Im Laufschritt ging es weiter auf einen kleinen Spielplatz und wieder zurück zum Feuerwehrhaus. An diesem angelangt machten wir noch einige Kniebeugen. Eine weitere Übung was es denn Schlauchturm, in welchem die nassen Schläuche zum trocknen aufgehängt werden, zu erklimmen und gleichzeitig die Treppenstufen zu zählen.

Ganz schön windig

Der in Fellbach stationierte Großraumlüfter wird in Position gebracht

Im ersten Moment vielleicht ein etwas merkwürdiges Thema aber auch der richtige Einsatz von Lüftern gehört zum Atemschutzlehrgang dazu. Auch hier lernten wir am Anfang wieder einiges theoretisch über die verschiedenen Lüftertypen und deren Einsatz kennen. Die Belüftung ist dabei sehr bei Gebäudebränden wichtig, um zum Beispiel einen rauchfreien Fluchtweg für die verbliebenen Personen im Gebäude zu gewährleisten. Für Großbrände ist dafür in Fellbach extra ein großer Lüfter auf einem Anhänger montiert mit welchem große Fabrikhallen oder auch Tunnel wie dem Kappelbergtunnel belüftet werden können. Diesen konnten wir an einem Abend selbst ausprobieren und uns vor den Lüfter stellen. Für normale Brände ist in Weinstadt in jeder Abteilung ein eigener Lüfter auf den Fahrzeugen verladen.

Der anstrengendste Teil kommt zum Schluss

Am letzten Abend des Lehrgangs ging es dann in die in Fellbach untergebrachte Atemschutzstrecke des Rems-Murr-Kreises. Dies ist ein Parcours aus verschiedenen Elementen wie zum Beispiel engen Röhren durch welche hindurchgekrochen werden muss, Klappen und Türen welcher immer zu zweit im Trupp durchquert werden muss. Insgesamt musste diese Strecke an diesem Abend zweimal bewältigt werden. Dabei beginnt ein Durchlauf immer damit auf einem Ergometer Rad zu fahren und anschließend im Wechsel ein 18kg schweres Gewicht 28x hochzuziehen. Als nächstes war die eigentliche Atemschutzstrecke an der Reihe. Im Anschluss daran musste einer auf dem Laufband laufen und der andere wieder Rad fahren. Danach wurde gewechselt. Beim zweiten Durchlauf wurde der Schwierigkeitsgrad allerdings erhöht und die Anlage mit dichtem Nebel vernebelt und mit zusätzlichen Soundeffekten bespielt, um die Kommunikation untereinander zu erschweren. Ziel der Strecke ist es nicht einen echten Einsatz zu simulieren, sondern die Belastungen welche die Feuerwehrleute erwarten.

Im Anschluss daran wurden in der Atemschutzwerkstatt noch die Geräte für den nächsten Einsatz wieder flott gemacht. Sichtlich erschöpft nahmen an diesem Abend alle Teilnehmer glücklich ihre Abschlussurkunde in Empfang. Nun haben wir das nötige Wissen, um auch im Einsatz das Atemschutzgerät richtig verwenden zu können. Doch es bleibt nicht nur bei diesem Lehrgang: Um auch das erlernte Können in Zukunft richtig anwenden zu können und zu festigen, wird in den regelmäßigen Übungen der Einsatz von Atemschutzgeräten immer wieder geübt.

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Ausrüstungsgegenstände eines Feuerwehrmanns mit Atemschutzgerät
Ausrüstungsgegenstände eines Feuerwehrmanns mit Atemschutzgerät