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Gemeinsame Übung zum Thema Brandmeldeanlagen

Anstrengende Einsatzübung im Alexanderstift

29. Oktober 2016: Brandmeldeanlagen schützen zahlreiche Menschen in Weinstadt indem sie frühzeitig Rauch und Feuer erkennen und automatisch die ehrenamtlichen Helfer der Feuerwehr alarmieren. Das Vorgehen bei einer ausgelösten Brandmeldeanlage ist in Weinstadt standardisiert und wird daher regelmäßig geübt wie zuletzt im Schnaiter Alexanderstift.

Vor allem Industriebetriebe, Versammlungsstätten oder Alten- und Pflegeheime sind in Weinstadt mit Brandmeldeanlagen ausgestattet. Die Anlagen bestehen vereinfacht gesagt aus zahlreichen vernetzten Rauchwarnmeldern und einer direkten Leitung zur Integrierten Leitstelle des Rems-Murr-Kreises. Sobald ein Rauchwarnmelder ausgelöst wird, sendet die Anlage ein Signal an die Leitstelle, die daraufhin automatisch die Feuerwehrabteilung des Ortsteils sowie die Weinstädter Drehleiter alarmiert.

In Schnait wurde Ende Oktober genau dieser Fall simuliert. In einem Zimmer kam es aufgrund eines defekten Fernsehers (dargestellt durch eine Nebelmaschine) zu einer Rauchentwicklung. Woraufhin sich die Anlage durch ein lautes Räumsignal bemerkbar machte, die Mitarbeiter des Pflegestifts mit der Evakuierung der Bewohner begannen und die Feuerwehr sowie die Schnelleinsatzgruppe des Roten Kreuz alarmiert wurden. Wie im Einsatz auch rückten die Fahrzeuge mit zeitlichem Abstand an. Als erstes erreichte das Löschgruppenfahrzeug aus Schnait das nur wenige hundert Meter vom Feuerwehrhaus entfernt gelegene Übungsobjekt.

„Nun gilt es für die Führungskraft des Fahrzeugs zunächst festzustellen was überhaupt los ist. Dazu gibt es in jeder Brandmeldeanlage ein Display auf dem der ausgelöste Melder angezeigt wird und entsprechendes Kartenmaterial“, erklärt Kommandant Stefan Schuh, der die Übung beobachtete. Schnell wurde klar: drei Personen sind noch vermisst und es brennt im ersten Obergeschoss.

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Während sich also die Besatzung des ersteingetroffenen Fahrzeugs um die schnelle Suche nach den Vermissten kümmerte, trafen nach und nach weitere Rettungskräfte ein. Diese wurden vom Zugführer der Abteilung Schnait, der an einer grünen Weste zu erkennen war, eingeteilt. Beispielsweise stellte die Drehleiter einen zweiten Rettungsweg sicher, indem sie auf der Rückseite des Gebäudes in Stellung ging und ein Trupp des Beutelsbacher Löschgruppenfahrzeugs begann mit der Brandbekämpfung.

Damit die Einsatzleitung stets die Übersicht über die zahlreichen Einsatzkräfte, Fahrzeuge, Vermissten und Verletzten behalten kann, kümmerte sich die Besatzung des Einsatzleitwagens um die Dokumentation und Darstellung aller Informationen auf einer Lagekarte. Parallel dazu versorgten die Helfer des Roten Kreuz die von der Feuerwehr geretteten Personen.

Nach rund 45 Minuten, war die Übung auch schonwieder beendet und es begann die Nachbesprechung. „Die Übung lief sehr strukturiert und geordnet ab, obwohl es in kurzer Zeit zahlreiche Aufgaben zu erledigen und Einsatzkräfte zu koordinieren galt“, so das Fazit von Kommandant Schuh. „Solche Situationen an realen Objekten wie dem Alexanderstift zu trainieren ist sehr wichtig und gibt unseren Einsatzkräften zudem die Möglichkeit Besonderheiten am Gebäude kennenzulernen und die Objektkenntnis auszubauen. Das hilft, um im Realeinsatz zügig und zielgerichtet helfen zu können.“

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