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1500 Prüfungen von Einsatzjacken

Gerätewarte bewältigen die etwas andere Flut

29. Oktober 2016: Mit einem lauten Rattern öffnet Gerätewart Michael Ellwanger um kurz vor 8 Uhr das Rolltor am Feuerwehrhaus Beutelsbach. Der städtische Angestellte hat sich heute zusammen mit den ehrenamtlichen Gerätewarten aus Weinstadt eine Mamutaufgabe vorgenommen:  die jährliche Prüfung der persönlichen Schutzausrüstungen der über 200 Feuerwehrleuten in Weinstadt.

Los geht der Marathon in Beutelsbach, wo rund 50 Feuerwehrleute ihre Dienstkleidung, bestehend aus Helm, Jacke, Hose, Handschuhen und Stiefeln in den Spinden stehen haben. Und das alles muss geprüft und dokumentiert werden. Gemeinsam geht es ans Werk: Thomas Hofmeier, Gerätewart in Endersbach schnappt sich einen Einsatzjacke aus dem ersten Spind hinter dem Löschgruppenfahrzeug und geht laut die Checkliste durch: „Keine Löcher, keinen Verschmutzungen, keine erkennbaren thermischen Schädigungen, Reisverschluss etwas schwergängig, Nähte intakt, Reflexstreifen gut sichtbar“ lautet sein Fazit. Sein Kamerad Mathias Kiesel aus Schnait hat währenddessen alles im dreiseitigen Prüfprotokoll notiert. Dann wird ein Strichcode in die Jacke geklebt, um diese in Zukunft leichter erfassen zu können und alles wieder aufgeräumt. Bis zu zehn Minuten pro Jacke kann das dauern, je nachdem wie stark sie im Einsatz und bei Übungen beansprucht wurde. Da ist Geduld gefragt und ein guter Kaffee – aber dafür hat Michael Ellwanger schon gesorgt, die zweite Kanne läuft gerade durch.

„Insgesamt müssen allein für die Persönliche Schutzausrüstung in Weinstadt 1500 Prüfungen durchgeführt werden“, erklärt der hauptamtliche Gerätewart Michael Ellwanger. „Ohne die engagierten ehrenamtlichen Gerätewarte wäre diese Flut an Prüfungen nicht zu schaffen.“ Allein am Samstag arbeiteten sechs Einsatzkräfte durch und es liegt noch einiges vor uns. Und damit nicht genug, die Ehrenamtlichen müssen sich schließlich auch darum kümmern, dass die Fahrzeuge und deren Geräte einsatzbereit und geprüft sind, ein ebenfalls sehr hoher Aufwand.

Auch wenn es auf den ersten Blick sehr bürokratisch anmutet, jede Jacke und jedes Funkgerät in der Feuerwehr regelmäßig zu prüfen, so ist es doch eine sehr wichtige Aufgabe. Denn alle Einsatzkräfte in Weinstadt und alle Weinstädter verlassen sich darauf, dass im Ernstfall alles reibungslos funktioniert, damit die ehrenamtlichen Feuerwehrleute schnell und gezielt helfen können.

Mit diesem Gedanken im Kopf schloss Michael Ellwanger auch um 16 Uhr wieder das Tor im Feuerwehrhaus. Eine Abteilung ist erledigt, vier Ortsteile stehen noch aus – und am Montag beginnt für alle wieder die reguläre Arbeit.

Gemeinsam prüfen und dokumentieren die Gerätewarte die Einsatzjacken.
Gemeinsam prüfen und dokumentieren die Gerätewarte die Einsatzjacken.
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