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Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Weinstadt 2017

Feuerwehr blickt zahlreichen Herausforderungen entgegen

10. März 2017: 207 Weinstädter Feuerwehrleute rückten im vergangenen Jahr zu 101 Einsätzen aus, wobei sie 18 Menschenleben retten konnten. Mehr als 300 Übungen leisteten die Ehrenamtlichen in ihrer Freizeit und auf der Technikseite wurde ein Feuerwehrfahrzeug altersbedingt ersetzt. Das waren die wichtigsten Punkte des vergangenen Jahres, die Kommandant Stefan Schuh bei der Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Weinstadt am Samstag zusammenfasste. Der Blick der Feuerwehrleute richtet sich aber in die Zukunft, in der zahlreiche Herausforderungen warten.

Herausforderung Tagesalarmverfügbarkeit

„Auch wenn wir im vergangenen Jahr zum ersten Mal seit 2010 wieder ein erfreuliches Mitgliederwachstum zu verzeichnen haben, dürfen wir nicht aus den Augen verlieren, dass die Tagesalarmverfügbarkeit eine große Herausforderung darstellt“, mahnte Schuh. Unter der Tagesalarmverfügbarkeit versteht man, wie viele ehrenamtliche Feuerwehrleute auch am Tag kurzfristig zu Einsätzen ausrücken können. Das ist nicht selbstverständlich, da zahlreiche Feuerwehrleute weit außerhalb Weinstadts arbeiten oder manche Einsatzkräfte ihren Arbeitsplatz nicht ohne weiteres verlassen können.

An einem Einsatzbeispiel aus dem vergangenen Jahr machte Stefan Schuh deutlich, wie unterschiedlich die Zahl des verfügbaren Personals ist. So trafen bei einer ausgelösten Brandmeldeanlage in Großheppach an einem Dienstagmorgen innerhalb weniger Minuten 20 Feuerwehrleute mit vier Fahrzeugen ein. Bei genau demselben Alarmstichwort am selben Objekt an einem Samstagabend waren 34 Einsatzkräfte mit sechs Fahrzeugen vor Ort. „Der Umstand ist zwar kein Anlass zur akuten Sorge, da tagsüber automatisch mehr Feuerwehrleute bei bestimmten Stichworten alarmiert werden, aber eine Herausforderung der sich Stadt und Feuerwehr heute schon entschieden entgegenstellen müssen“, so der Kommandant. Eine Maßnahme, um der Herausforderung zu begegnen, ist ein Personalentwicklungskonzept, an dem die Feuerwehrleute derzeit arbeiten.

Immenser Zeiteinsatz im Ehrenamt

Aber auch der zunehmende Bedarf an Übungen sowie Aus- und Fortbildungen, für welche die Feuerwehrleute in  2016 10.700 Stunden Freizeit investierten sowie der Bau eines gemeinsamen Feuerwehrhauses für die Abteilungen Beutelsbach und Endersbach beschäftigen die Ehrenamtlichen. Für diesen hohen Einsatz danke Kommandant Schuh allen Weinstädter Feuerwehrleuten von der Jugendfeuerwehr bis zu den Altersabteilungen. Zwei Feuerwehrleute hob er in diesem Jahr besonders hervor. Zum einen erhielt Cornelius Bauer, ehemaliger stellvertretender Abteilungskommandant in Beutelsbach, für sein jahrelanges zusätzliches Engagement in der Führungsposition ein Dankeschön. Desweiteren wurde Lutz Rühle, stellvertretender Kommandant in Weinstadt und Abteilungskommandant in Beutelsbach, für seine Verdienste mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Bronze des Kreisfeuerwehrverbands ausgezeichnet.

Lutz Rühle, stellvertretender Kommandant in Weinstadt, Oberbürgermeister Michael Scharmann und Kommandant Stefan Schuh.
Lutz Rühle, stellvertretender Kommandant in Weinstadt, Oberbürgermeister Michael Scharmann und Kommandant Stefan Schuh.
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