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Pilotlehrgang für Maschinisten für Hubrettungsfahrzeuge

Millimeterarbeit mit dem Besenstil

9. September 2017: Die Aufgabe ist simpel: einen 4 Zentimeter breiten Besenstil in ein 5 cm großes Loch am oberen Ende eines Verkehrshütchens zu stecken. Dennoch sieht man angestrengte Gesichter und höchste Konzentration bei den Feuerwehrleuten, die diese Aufgabe gestellt bekommen haben. Warum? Ganz einfach: Der Besenstil ist am Ende des bis zu 30 Meter langen Leiterparks der Weinstädter Drehleiter angebracht und der muss nun millimetergenau mittels zweier Joysticks bewegt werden. Die Aufgabe ist Teil des „Lehrgangs für Maschinisten für Hubrettungsfahrzeuge“ der vor kurzem in Weinstadt begonnen wurde.

„Der 35 stündige Lehrgang ist in einen zusammenhängenden Teil und mehrere kleine Übungsteile aufgegliedert“, erklärt Kommandant Stefan Schuh. „Damit werden die Feuerwehrleute befähigt ein Hubrettungsfahrzeug – also in Weinstadt eine Drehleiter – zu fahren und zu bedienen. Der Lehrgang schließt mit einer theoretischen und praktischen Prüfung ab.“

Die Aufgaben für die fünf Teilnehmer am ersten Lehrgangstag waren vielfältig. Beispielsweise musste mit einem am Leiterkorb angehängten Reifen genau ein Hütchen getroffen werden oder völlig blind und nur unter Anleitung per Funk, mit einer am Korb angebrachten Leine, eine 8 auf den Boden gelegt werden. Der sichere Umgang und die Koordination im Team konnten mit diesen Aufgaben gestärkt werden – schließlich muss der Drehleiterkorb im Einsatz auch bei Nacht, bei schlechter Sicht zügig und zuverlässig ein Fenster im Obergeschoss erreichen, um Menschen von dort zu retten.

Der Lehrgang wurde zum ersten Mal in dieser Form in Weinstadt durchgeführt und dient als Testballon. Das erste Fazit der Teilnehmer sowie des Ausbilders war positiv. In den folgenden Wochen haben die Teilnehmer nun eine Aufgabenliste abzuarbeiten, um noch mehr Praxis im Umgang mit dem tonnenschweren Gerät zu sammeln.

Millimeterarbeit mit der Drehleiter.
Millimeterarbeit mit der Drehleiter.