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70 Stunden intensives Training

Feuerwehrleute bestehen Abschlussprüfung

7. Juli 2018: Seit Anfang Juni haben 19 Feuerwehranwärter aus Weinstadt, Winnenden, Remshalden und Rudersberg drei Mal in der Woche geübt und gelernt – am Samstag haben alle die Abschlussprüfung der Feuerwehr-Grundausbildung erfolgreich bestanden. Von nun an können sie zu Einsätzen ausrücken, sofern sie bereits volljährig sind.

„Auch wenn es Feuerwehr heißt, liegt der größere Anteil unserer Einsätze inzwischen bei der technischen Hilfeleistung, statt bei der reinen Brandbekämpfung. Daher stehen bei der sogenannten Grundausbildung auch Themen wie Verkehrsunfälle, Gefahrgut und natürlich die Brandbekämpfung auf dem Lehrplan“, erklärt Lehrgangsleiter Hartmut Sigle. „Die Feuerwehrleute müssen außerdem nicht nur mit den zahlreichen Ausrüstungsgegenständen umgehen können, sondern auch die Einsatztaktik und Rechtsgrundlagen kennen und vor allem im Team zusammenarbeiten.“ Viel Inhalt also, den die drei ehrenamtlichen Ausbilder der Feuerwehr Weinstadt in dem 70 stündigen Lehrgang vermitteln müssen. „Der Zeitaufwand ist für die Teilnehmer und uns Ausbilder nicht zu verachten, dennoch lohnt es sich für alle. Denn wo sonst bekommt man kostenlos eine umfassende Ausbildung, die einen fachlich und persönlich voranbringt“, meint der Lehrgangsleiter.

Die Abschlussprüfung am Samstag bestand daher neben einem schriftlichen Test auch aus einer vielseitigen Abschlussübung an der Grundschule Schnait. Dort mussten alle Einsatzkräfte ihr Können unter Beweis stellen. Während sich eine Gruppe um eine Verletzte, eingeklemmte Person unter einem Traktor kümmerte, bekämpfte das Team eines weiteren Löschgruppenfahrzeugs einen Brand und rettete zwei Personen vom Dach. Eine dritte Gruppe kümmerte sich ebenfalls um die Brandbekämpfung und die Wasserförderung aus einem Bach.

Von der Übung zum Einsatz

Nach der Grundausbildung haben die Teilnehmer das nötige Basiswissen, um auch zu Einsätzen ausrücken zu können. Mit dem 18. Lebensjahr (die Ausbildung kann auch schon mit 17 Jahren absolviert werden) bekommen sie einen digitalen Meldeempfänger ausgehändigt, mit dem sie von nun an zu Einsätzen alarmiert werden. „Die frischgebackenen Einsatzkräfte werden natürlich zunächst mit den Aufgaben betraut, für die sie ausgebildet sind. Das bedeutet, dass kein Absolvent der Grundausbildung am nächsten Tag schon an vorderster Front in ein verrauchtes Haus geht oder mit Schere und Spreizer Personen aus Unfallwägen rettet. Führungskräfte und Mannschaft achten, darauf, dass man Schritt für Schritt an die Herausforderungen herangeführt wird und etwas Routine bekommt. Schließlich kocht bei den ersten Alarmen das Adrenalin noch deutlich höher, als wenn man schon ein paar Jahre im Einsatz war“, so Hartmut Sigle abschließend.

Für die Teilnehmer stehen als nächstes ein Funk- und ein Atemschutzgeräteträgerlehrgang an. Diese Ausbildungen sind aber wesentlich kürzer. Hinzu kommen mindestens einmal monatlich Übungen in der Abteilung, bei denen das Wissen angewendet und vertieft wird.

Interesse mitzumnachen? Kein Problem! Mehr Infos unter: feuerwehr-weinstadt.de/mitmachen

Die Teilnehmer und Ausbilder der Grundausbildung.
Die Teilnehmer und Ausbilder der Grundausbildung.