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„Ungeahnte Herausforderungen im Team bewältigen“

Fest der Feuerwehr in Beutelsbach

1. September 2018: Langsam hebt sich der tonnenschwere, mit Sand gefüllte Abrollbehälter vom Fuß des eingeklemmten Arbeiters und rund 100 Zuschauer bei der Schauübung zum Start des „Treffpunkt Feuerwehr“ am Wochenende geben Szenenapplaus. Was so leicht aussieht, erfordert aber ausgefeilte Koordination und Training, das die ehrenamtlichen Einsatzkräfte auf dem Hof des Feuerwehrhauses in Beutelsbach eindrucksvoll unter Beweis stellten.

Der mit Sand gefüllt Behälter diente am Wochenende eigentlich als riesiger Sandkasten für Kinder. Zusammen mit Wasserspielen der Jugendfeuerwehr und einer Infostation, war so für groß und klein einiges geboten beim alljährlichen Fest der Abteilung Beutelsbach. Und dieser Sandkasten ließ sich auch gleich in die Schauübung einbinden. Denn sogenannte technische Hilfeleistungen sind für die Retter keine Seltenheit und machen inzwischen den Hauptanteil der Einsätze aus. Wie eine solche Lage aussehen kann, demonstrierten acht Feuerwehrleute aus der Abteilung Großheppach mit der Ausrüstung eines Tanklöschfahrzeugs.

„Wenn wie in diesem Fall eine Person unter einer Last eingeklemmt ist, dann kommt es zunächst darauf an, für den Rettungsdienst einen Zugang zum Patienten zu schaffen und dafür zu sorgen, dass nichts weiter abrutscht“, erklärt Abteilungskommandant Lutz Rühle. Um das sicherzustellen stapeln die Feuerwehrleute Holzklötze, die wie überdimensionale Lego-Steine aussehen, unter der Mulde. Alle weiteren, ungewollten Bewegungen sind so unmöglich. Danach werden sogenannte Hebekissen in Stellung gebracht, um die schwere Last anzuheben und den Verletzten zu befreien. „Bis zu 18 Tonnen schaffen diese Kissen, die im Prinzip wie ein Luftballon funktionieren. Wird Luft eingeblasen, drückt es die Last nach oben“, so Rühle. Und so ist der Verletzte – diesmal dargestellt durch eine Übungspuppe – schon nach wenigen Minuten befreit und das Publikum darf selbst einmal am Bedientableu die Mulde anheben und ablassen.

„Mit der Schauübung wollen wir der Bevölkerung nicht nur die Technik demonstrieren, sondern vor allem zeigen, dass es bei der Feuerwehr auf gutes Teamwork ankommt, um ungeahnte Herausforderungen zu meistern“, erklärt der Abteilungskommandant. „Und natürlich wollen wir auch Lust auf mehr machen. Mitmachen kann man schon ab 10 Jahren in der Jugendfeuerwehr oder ab 17 Jahren in der Einsatzabteilung.“

Aber auch diejenigen, die sich nicht direkt ehrenamtlich engagieren wollten, kamen am Wochenende beim Feuerwehrfest auf ihre Kosten. Am Samstagabend spielte die „Combo Lagerfeuer“ und die Bar hatte bis spät in die Nacht geöffnet. Die Spielstraße für die Kinder war ebenso gut gefragt wie die Steaks und Würstchen vom Grill und das sonntägliche Kuchenbuffet. „Alle haben mit angepackt und so wieder ein rundum gelungenes Fest möglich gemacht“, wie der Abteilungskommandant zum Abschluss zufrieden bemerkte.

Feuerwehrleute platzieren Hebekissen unter dem tonnenschweren Abrollbehälter um diesen Anzuheben
Feuerwehrleute platzieren Hebekissen unter dem tonnenschweren Abrollbehälter um diesen Anzuheben