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Hurra, hurra die Schule brennt

Weinstädter Feuerwehrleute üben in Silcherschule

5. Juli 2019: Mehr als 50 Feuerwehrleute haben am Wochenende in der Grundschule Endersbach erfolgreich den Ernstfall geprobt. Bei der gemeinsamen Einsatzübung der Abteilungen Endersbach und Beutelsbach, zusammen mit ca. 30 Schülern und Lehrkräften stand die Koordination und Zusammenarbeit der zahlreichen Einsatzkräfte im Mittelpunkt.

Diskonebel verhindert Flucht nach draußen

Angenommen war ein Brand in einem Klassenzimmer im Erdgeschoss des Schulgebäudes. Das ist für sich genommen kein großes Problem, schließlich gibt es in der Schule Feuerlöscher und Rauchmelder, die frühzeitig Alarm geben. Außerdem sind alle Lehrkräfte in der Evakuierung des Gebäudes geschult. Für die Übung wurde allerdings angenommen, dass das Feuer lange unbemerkt blieb und dass die Rauschschutztüren, die normalerweise automatisch schließen, durch Spielsachen und Schulranzen blockiert sind. Somit konnte sich der dichte Rauch – in diesem Fall dargestellt durch ungiftigen Diskonebel – im ganzen Gebäude ausbreiten und einer Klasse im zweiten Obergeschoss den Weg nach draußen abschneiden.

Wohin mit den Löschfahrzeugen?

„Bei einem Brand in der Schule rücken normalerweise gleich Einsatzkräfte aus den Abteilungen Endersbach, Beutelsbach und Großheppach an – um genug Personal zur Verfügung zu haben“, erklärt der Endersbacher Feuerwehrmann und Übungsleiter Max Bachteler. „Die Herausforderung beginnt also schon vor der eigentlichen Menschenrettung und Brandbekämpfung. Nämlich mit der Frage: Wo positioniert man die Lkw-großen Löschfahrzeuge sinnvoll in den engen Straßen rund um die Schule?“ Diese Herausforderung zu meistern war ein Lernziel für die Führungskräfte bei der Übung. Für die Mannschaft bestand die Aufgabe darin, die 30 Kinder und ihre Lehrerinnen sicher vom Balkon zu evakuieren. Dazu war die Drehleiter und auch ein wenig Überredungskunst nötig. Schließlich steigt nicht jeder gern in mehr als 8 Metern Höhe vom festen Boden in einen, etwas wackeligen Rettungskorb. Gleichzeitig musste bei sommerlichen Temperaturen in der dicken Schutzausrüstung und unter Atemschutz der angenommene Brand im Erdgeschoss bekämpft und die übrigen Räume auf Vermisste abgesucht werden.

Alle Aufgaben wurden erfolgreich bewältigt und nach rund 45 Minuten neigte sich die Übung dem Ende zu. Genau zum richtigen Zeitpunkt. Denn die Abteilung Beutelsbach wurde dann zu einem realen Einsatz gerufen und so mussten zwei Fahrzeuge zügig das Wichtigste einpacken und abrücken. Zum Glück konnte aber schnell Entwarnung gegeben werden.

„Die Übung war ein voller Erfolg – der Einsatz der Feuerwehrleute und der Schüler hat sich gelohnt. Toll, dass die Silcherschule uns die Möglichkeit gegeben hat hier unter relaistischen Bedingungen zu üben“, so Bachteler abschließend.

Die Drehleiter wird zur Rettung der Kinder aus dem Obergeschoss genutzt.
Die Drehleiter wird zur Rettung der Kinder aus dem Obergeschoss genutzt.