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Strümpfelbacher Feuerwehrabteilung trainiert mit neuer Technik

Einen Monat lang intensive Aus- und Fortbildung für ehrenamtliche Feuerwehrleute

26. November 2019: Endlich ist es soweit. Nach mehreren Wochen intensiver Ausbildung ging am Montag in Strümpfelbach das neu beschaffte Löschgruppenfahrzeug in Dienst. Bis es soweit war, gab es viel zu tun für die 21 Feuerwehrleute der Abteilung. Denn beinahe jeden Abend wurde intensiv ausgebildet und geübt, um einsatzbereit zu sein, wenn das Vorgängerfahrzeug die Abteilung verlässt.

Fünf Feuerwehrleute der Abteilung, die bei der Beschaffung des Fahrzeugs eingebunden waren, hatten besonders viel zu tun. Sie sind sogenannte Ausbildungsmultiplikatoren und ihre Aufgabe ist es, das gesammelte Wissen rund um das Fahrzeug an die Feuerwehrleute ihrer Abteilung weiterzugeben. Auf den ersten Blick erscheint das ganz leicht, schließlich sind Typ, Größe und natürlich Farbe dieselben geblieben. Dennoch gibt es einige Unterschiede zwischen dem neuen Löschgruppenfahrzeug und dem aus dem Jahr 1997.

Mehrere Wochen lang lernten die Feuerwehrleute aus Strümpfelbach die neuen Ausrüstung des Einsatzfahrzeugs kennen, bevor dieses in Dienst gestellt wurde

 

Extra Fahrstunden mit dem neuen Löschgruppenfahrzeug

„Hauptunterschied für die Fahrer des Löschgruppenfahrzeugs ist das automatisierte Schaltgetriebe“, erklärt Ausbildungsmultiplikator Ralph Barfknecht. „Jeder der Feuerwehrleute, die das Fahrzeug fahren und bedienen, müssen daher mehrere Stunden Erfahrung damit sammeln, bevor sie damit zum Einsatz fahren dürfen.“ Hinzu kommen die Übungen mit der eingebauten Pumpe und dem Stromerzeuger. „Geschult wird nicht nur der reguläre Betrieb, sondern auch wie man reagiert, wenn etwas nicht so funktioniert wie es soll“, so Barfknecht. „Denn das kann uns auch im Einsatz passieren – und dann kommt es auf die schnelle Lösungsfindung an.“

 

Ausbildungsmultiplikator Ralph Barfknecht (vorn) erklärt das Bedienfeld der im Fahrzeug eingebauten Pumpe

 

Im Einsatz muss die Ausrüstung schnell gefunden werden

Auch für die Mannschaft ändert sich so manches. In sieben Staufächern im Aufbau des Fahrzeugs sind zahlreiche Ausrüstungsgegenstände vom Schlauch, über den Wagenheber bis zum Rettungsbrett untergebracht. Im Einsatzfall müssen die Feuerwehrleute genau wissen, wo welcher Gegenstand zu finden ist. Daher wurden nun auch die bekannten Einsatzabläufe in mehreren Übungen mit dem noch  ungewohnten Fahrzeug trainiert. „Einige Ausrüstungsgegenstände sind auch neu hinzugekommen. Beispielsweise die Wärmebildkamera mit deren Hilfe man durch den Rauch sehen und vermisste Personen so schneller auffinden und retten kann – aber auch dies bedeutet einen erhöhten Ausbildungsaufwand“, weiß der erfahrene Feuerwehrmann.

 

Prüfen, prüfen, prüfen

Aber das neue Einsatzfahrzeug bringt nicht nur einen großen Aufwand für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte, auch der hauptamtliche Gerätewart widmete sich zunächst zwei Tage lang der Neuanschaffung. „Jeder einzelne der Gegenstände muss erfasst werden, damit wir die unterschiedlichen Prüfzyklen einhalten“, so Gerätewart Michael Ellwanger. „Wichtig sind hier die monatlichen, halbjährlichen und jährlichen Sicht-, Funktions- und Belastungsprüfungen, die von den Gerätewarten durchgeführt werden. Bei über 300 prüfpflichtigen Ausrüstungsgegenständen auf einem Löschgruppenfahrzeug sind das jährlich ca. 450 Prüfungen. Beispielsweise müssen Handsprechfunkgeräte monatlich, ein Atemschutzgerät halbjährlich und eine Feuerwehrleiter einmal im Jahr überprüft werden. Hinzu kommen die zusätzlichen Prüfungen, die nach einem Einsatz durchgeführt werden müssen“, so Ellwanger weiter. Wäre nicht jeder Gegenstand in der Datenbank erfasst, wäre eine strukturierte Arbeit kaum möglich.


Nun nachdem alle Vorbereitungen abgeschlossen sind und sich die ehrenamtlichen Feuerwehrleute im November voll ins Zeug gelegt haben, findet das neue Löschgruppenfahrzeug seinen Platz im Feuerwehrhaus Strümpfelbach. Das alte Fahrzeug wechselt in die Abteilung Endersbach, wo es ein anderes Löschgruppenfahrzeug ersetzt, das außer Dienst gestellt wird.

 

Das neue Löschgruppenfahrzeug vom Typ LF 10 beim Übungsbetrieb an der Kelter. Es führt auch eine umfangreiche Beleuchtungsausstattung mit.

 

Hintergrundinformationen

In Weinstadt gibt es derzeit mehr als 230 Feuerwehrleute. Diese Rücken mit 19 Einsatzfahrzeugen zu Bränden und Unfällen im ganzen Stadtgebiet aus.