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Neue Herausforderung für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte

Feuerwehr Weinstadt hat sich vorbereitet

14.3.2020: Im Notfall jederzeit bereit stehen, das ist die Aufgabe der Feuerwehr Weinstadt. Daher hat sich die Hilfsorganisation in letzter Zeit intensiv mit den Folgen des sogenannten Coronavirus beschäftigt. Hinter der Vorbereitung steckt eine sorgfältige Planung für die mehr als 230 ehrenamtlichen Einsatzkräfte.

Wie ist die Feuerwehr Weinstadt aufgestellt?

In Weinstadt gibt es eine Freiwillige Feuerwehr, das heißt, dass die Einsatzkräfte ganz regulären Berufen nachgehen und nur bei einem Alarm zum Feuerwehrhaus kommen, die Fahrzeuge besetzen und dann zum Einsatzort eilen. Das alles übrigens in maximal 10 Minuten. Die mehr als 230 Einsatzkräfte sind auf fünf Abteilungen in jedem Ortsteil aufgeteilt. Bei einer Freiwilligen Feuerwehr gibt es in der Regel immer mehr Personal als für die Besetzung der Löschgruppenfahrzeuge und Co. benötigt wird – schließlich ist immer irgendjemand im Urlaub oder verhindert.

In Weinstadt gibt es rund drei Mal so viele Einsatzkräfte, wie in die Einsatzfahrzeuge passen würden. Diese Personalreserve ist sehr gut und wird auch von Experten empfohlen. Sie dient dazu auch dann einsatzfähig zu sein, wenn in den Sommerferien viele verreist sind oder während der Grippesaison so mancher krank im Bett verbringt.

Was ist die derzeitige Herausforderung für die Feuerwehr?

Mit der Ausbreitung des „neuartigen Coronavirus“ sind auch die ehrenamtlichen Einsatzkräfte nicht davor gefeit mit anderen Erkrankten in Kontakt zu kommen. Das bedeutet nicht zwingend, dass sie sofort selbst erkranken aber es bedeutet, dass jede Kontaktperson ersten Grades nach derzeitiger Vorgehensweise unabhängig vom Vorliegen von Symptomen 14 Tage in häusliche Quarantäne geschickt wird. In dieser Zeit kann die betroffenen Feuerwehrfrau oder Feuerwehrmann natürlich auch nicht zu Einsätzen ausrücken. Daher müssen wir versuchen, eine mögliche Ansteckungsgefahr untereinander zu vermeiden, um die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr aufrecht zu erhalten.

Was wird nun getan?

Da die Erkrankung auch im Rems-Murr-Kreis auftritt, wurden mehrere Vorsichtsmaßnahmen getroffen. Dazu gehören:

  • Alle Ausbildungsveranstaltungen und Übungen sind für eine begrenzte Zeit ausgesetzt.
  • Jede Einsatzkraft die sich in einem Risikogebiet aufgehalten hat oder Kontakt mit einer erkrankten Person hatte ist automatisch von der Dienstpflicht entbunden.
  • Temporäre Aussetzung der Übungsabende der Jugendfeuerwehr.
  • Absage des Feuerwehrfestes der Abteilung Großheppach im April.
  • Keine Auftritte des Spielmannszugs der Feuerwehr.
  • Alle abteilungsübergreifenden Aktivitäten wie beispielsweise der Feuerwehrsport sind ebenfalls bis auf weiteres ausgesetzt.

Der Fokus dieser Maßnahmen liegt auf dem Schutz aller Feuerwehrfrauen und -männer und damit der Aufrechterhaltung der Leistungsfähigkeit der Feuerwehr, um im Bedarfsfall allen Einwohnerinnen und Einwohnern in Notsituationen schnellstmöglich zu helfen.

Wie geht es weiter?

Wir behalten die Lage tagtäglich in Abstimmung mit allen wichtigen Stellen der Stadtverwaltung im Blick und sind auch auf eine weitere Lageentwicklung vorbereitet.

Was kann ich tun?

Stand 14.3.2020 8:00 Uhr