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Neustart mit Vorsicht

Feuerwehr nimmt den Übungsdienst mit Einschränkungen wieder auf

19. Juni 2020: Seit dem 13. März war bei der Feuerwehr Weinstadt der Übungs- und Ausbildungsbestrieb wegen der Coronasituation eingestellt. Nun geht es nach rund drei Monaten wieder schrittweise los – aber mit Vorsicht, um auch in der Zeit der Wiedereröffnung die Einsatzfähigkeit nicht unnötig zu gefährden.

Online-Unterrichte zur Überbrückung

„Normalerweise leisten unsere Feuerwehrleute mehr als 7000 Übungsstunden im Jahr – fast täglich fand bislang an einem unserer fünf Standorte eine Übung oder Ausbildung statt. Das so lange nicht geübt wurde, das habe ich in meinen mehr als 23 Jahren bei der Feuerwehr noch nie erlebt“, fasst Kommandant Stefan Schuh die Ereignisse der letzten Monate zusammen. „Selbstverständlich hat in dieser Zeit keiner das Handwerk verlernt“, meint der Kommandant. Schließlich ist der Ausbildungsstand hoch und die Einsätze machten auch vor Corona nicht halt. Außerdem hat die Feuerwehr bereits frühzeitig mit Online-Unterrichten begonnen. „Das war eine wichtige Maßnahme, um am Ball zu bleiben und sich – wenn auch digital – mal wieder zu sehen.“

Infektionsschutz ist oberstes Gebot

Dennoch sind die mehr als 230 Weinstädter Feuerwehrleute froh, nun bei Übungsdiensten wieder selbst Hand anlegen zu können und sich so für den Einsatz fit zu halten. „Ein besonderes Augenmerk liegt bei der Wiederaufnahme des Übungsdienstes selbstverständlich auf dem Infektionsschutz“, erklärt Schuh. „Wir können es uns als Feuerwehr nicht erlauben nachlässig zu sein und dann im schlimmsten Fall eine ganze Abteilung in Quarantäne zu schicken.“ Daher gibt es klare Regeln für den Übungsdienst.

Wie im Einsatz auch, werden die Übungen mit Mund- und Nasenschutz durchgeführt. Außerdem sind feste Teams von zehn Feuerwehrleuten eingeteilt, um eine Durchmischung der Mannschaft zu vermeiden. Die Anzahl der Übungen je Monat ist ebenso limitiert und auch auf das gemütliche Beisammensein nach der Übung muss nach wie vor verzichtet werden. Parallel werden die Online-Unterrichte fortgeführt. Die Jugendfeuerwehr und der Spielmannszug dagegen dürfen den Übungsbetrieb noch nicht wieder aufnehmen.

„Wir sind vorbereitet die Maßnahmen jederzeit wieder zu verschärfen oder zu lockern – dabei stimmen wir uns eng mit der Stadtverwaltung, dem Landratsamt sowie den umliegenden Feuerwehren ab. Hier müssen wir weiterhin »auf Sicht fahren« und die Lage im Blick haben“, so Schuh weiter. „Dass dieses Vorgehen gut funktioniert, haben wir in den letzten Monaten bereits unter Beweis gestellt.“

Bei den Übungen werden nur die wichtigsten Themen wiederholt oder Neuerungen an Einsatzfahrzeugen vorgestellt.
Bei den Übungen werden nur die wichtigsten Themen wiederholt oder Neuerungen an Einsatzfahrzeugen vorgestellt.