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Gemeinsame Ausbildung erfolgreich abgeschlossen

Feuerwehren Remshalden und Weinstadt arbeiten bei Grundausbildung zusammen

Am Wochenende ging die gemeinsame Grundausbildung der Freiwilligen Feuerwehren Remshalden und Weinstadt zu Ende. Bei einer großen Abschlussübung an der Schnaiter Grundschule stellten die 19 neuen Feuerwehrleute der Wehren ihr Können unter Beweis.

Teilnehmer der Grundausbildung bei der ÜbungDie rund sechswöchige Grundausbildung muss jeder Feuerwehrmann absolvieren. In diese Zeit lernen die Feuerwehranwärter alles Basiswissen, das sie für den Einsatzalltag brauchen. Dazu gehören neben Brandbekämpfung und Technischer Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen auch Erste Hilfe. Neben der Theorie standen vor allem praktische Übungen auf dem Ausbildungsplan. So lernten die Feuerwehranwärter den Umgang mit einer breite Palette an Fahrzeugen und Ausrüstung kennen, welche in Remshalden und Weinstadt stationiert sind.

"Die stadtübergreifende Zusammenarbeit bei der Ausbildung der Feuerwehrleute hat gut funktioniert", lobte der Weinstädter Stadtkommandant Stephan Oser. "Ich freue mich, dass die beiden Wehren nun mit neuen motivierten Feuerwehrleuten gestärkt sind, und danke den Ausbildern für ihr großes Engagement."

 

Ein Teilnehmer der Grundausbildung berichtet:

Am 10. April begann die Grundausbildung der Feuerwehren Remshalden und Weinstadt. Sie fand immer montags und donnerstags von 19.00 Uhr bis etwa 22.00 Uhr und an den Samstagen von 7.30 Uhr - 16.00 Uhr statt.

Die ersten Tage

An den ersten beiden Tagen stand der Erste-Hilfe-Kurs auf dem Plan. An den folgenden Übungsabenden stand Theorie auf dem Ausbildungsplan wie etwa: der Löscheinsatz, Gefahrgut, Knoten, Rechtsgrundlagen und Gefahren an der Einsatzstelle. Allerdings gab es auch unter der Woche etwas Praxis, etwa bei den Themen: „Beleuchtung“, „Brennen & Löschen“ oder „Drehleiter, Überflurhydrant, Rollgliss“. An den Samstagen stand eher der praktische Teil im Vordergrund, wie Leitern, Wasserentnahme aus offenen Gewässern und der Löscheinsatz in der Praxis.

Technische Hilfeleistung

Am 15.5. standen auch die Themen „Hochwasser“ und „technische Hilfeleistung (TH)“ auf dem Plan. Wie an jedem Samstag fand zuerst ein Theorieteil zum entsprechenden Thema statt. In diesem Fall die technische Hilfeleistung. Danach fing die Praxis an, wofür wir in drei Gruppen eingeteilt wurden.

Eine Gruppe hat sich mit dem Thema Hochwasser beschäftigt. Dazu gehörte der Aufbau eines Umsatzbeckens, um den Gebrauch einer Tauchpumpe zu demonstrieren. Des weiteren wurde ein Wassersauger benutzt, um das Wasser fast rückstandslos absaugen zu können.

Die nächste Gruppe hatte die Aufgabe einen schweren Gegenstand über ein Hindernis zu bewegen. Hierür konnte sie alle Hilfsmittel benutzen, die sich auf den Fahrzeugen befinden, wie etwa der Greifzug, hydraulische Winden, Brechstangen oder den Hebelbaum. Alles was angehoben wurde musste mit Holz gegen umkippen gesichert bzw. unterlegt werden. Für die gestellte Aufgabe fand jede Gruppe eine andere Lösung.

An der dritten Station war dann das Thema „Schere und Spreizer im Einsatz“. Zum einem durfte jeder mal versuchen ein rohes Ei mit dem Spreizer anzuheben und wieder sachte abzulassen. Mit der Schere wurde versucht einen bis zum Rand mit Wasser gefüllten Becher anzuheben, auf den Boden zu stellen, wieder anzuheben und auf einem Verkehrsleitkegel abzusetzen. Uns wurde ebenfalls der Gebrauch eines Rettungszylinders erklärt. Am Ende durfte jeder noch an einem alten Geländer mit der Schere schneiden, sowie an einem Gestell mit Federn den Spreizer einsetzen.

Abschlussprüfung

Dann am 22.05 war es dann endlich soweit. Die Prüfung stand an. Zuerst die schriftliche im Schnaiter Gerätehaus, danach noch mal üben und nach dem Mittagsessen schnell noch einmal das Löschfahrzeug anschauen. Auf Befehl unserer Gruppenführer stiegen wir in unsere Fahrzeuge ein und warteten auf unseren Abruf, der über Funk erfolgte.

Als unser Fahrzeug abgerufen wurde, schaltete der Maschinist das Blaulicht und das Martinshorn ein. Nachdem wir an der Einsatzstelle eintrafen erhielten wir unsere Befehle.

Ein Trupp hat eine Menschenrettung vom Dach der Grundschule durchgeführt, während parallel vom anderen Fahrzeug eine Menschenrettung aus einen Traktor durchgeführt und ein Schaumteppich gelegt wurde. Die zwei Verletzten wurden zur Verletztensammelstelle gebracht, wo sie dann weiter versorgt wurden. Das dritte Fahrzeug nahm einen Löschangriff mit Wasserentnahme aus offenem Gewässer vor.

Nachdem die Übung beendet war und wir alles aufgeräumt hatten bekamen wir unsere Urkunden überreicht, anschließend wurde dann noch ein Gruppenbild gemacht und die Ausbilder erhielten eine Flasche Wein.

Es waren 19 Kursteilnehmer davon waren 15 bereits in der Jugendfeuerwehr und vier sind direkt in die Feuerwehr eingetreten ohne vorher in einer Jugendfeuerwehr gewesen zu sein. In den nächsten zwei Jahren werden dann noch der Truppführer- der Atemschutz- und der Sprechfunklehrgang stattfinden.

 Die Teilnehmer und Ausbilder

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